Blutegeltherapie


Die Blutegeltherapie zählt zu den ältesten Therapieformen. Sie wird in der Medizin zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Es sind noch lange nicht alle Wirkstoffe im Speichel des Blutegels bekannt. Direkt nach dem Biss und auch während des Saugvorganges sondert der Blutegel ein Cocktail von über 40 nachweisbaren medizinischen Substanzen über seinen Speichel ab. Zu diesen Substanzen gehören unter anderem Hirudin und Calin - beide wirken gerinnungshemmend. Hyaluronidase wirken entzündungshemmend während histaminähnliche Substanzen  schmerzlindernd wirken.

Indikation

  •  Gelenkserkrankungen ( Arthrose, Arthritis, HD, ED)
  •  Erkrankungen des Bänder- und   Sehnenapparates 
  •  Wirbelsäulenerkrankungen (Spondylose, Bandscheibenprobleme)
  •  Ekzeme
  •  Blutohr
  •  Entzündungen 
  •  Schleimbeutelentzündung
  •  Wundheilungsstörung
  •  chronische Schmerzen


Unterwasserlaufband


Das Unterwasserlaufband ist ein Trainingsgerät. Es dient zum Muskelaufbau, zur Koordination und zur Gangschulung. Das Unterwasserlaufband ist bei nahezu allen Problemen und Schäden am Bewegungsapparat effektiv einsetzbar.
Die Behandlung ermöglicht kleinen wie auch großen Hunden eine schonende und effektive Bewegungstherapie. Der Auftrieb des Wassers schont die Gelenke und durch das Bewegen gegen den Wasserwiderstand wird die Muskulatur intensiv, aber schonend, gekräftigt.
Die Temperatur des Wassers wird individuell  nach der Erkrankung und des Bedürfnisses des Hundes eingestellt. Das Unterwasserlaufband ist aus der Tierphysiotherapie nicht mehr wegzudenken. 

Indikationen

  •  prä- und postoperativ (z.B. Kreuzband-, Hüft-, Bandscheiben-, Ellenbogen-OP,..)
  •  Cauda Equina Kompressionssyndrom
  •  Wobbler Syndrom
  •  Rückenmarksinfarkt
  •  Frakturen
  •  Muskelverletzungen
  •  Verletzungen des Sehnenapparates
  •  Sporthunde zum Auftrainineren 


und bei unzähligen anderen Indikatoren 



Nach dem Unterwasserlaufband wird Ihr Hund gut trocken gerubbelt. An kalten Tagen steht ein Föhn zur Verfügung, so dass Ihr Vierbeiner nicht nass nach draußen muss. Handtücher sind genügend vorhanden und werden selbstverständlich gestellt.

Bewegungstherapie


Die Bewegungstherapie wird in assistierter und aktiver Bewegungstherapie unterschieden. Die genaue Kontrolle der korrekten Ausführung ist dabei sehr wichtig. Bei der assistierenden Bewegungstherapie  werden Koordinations-, Gleichgewichts-, Aufbau- und Kräftigungsübungen eingebaut. Der Therapeut unterstützt den Hund bei den Übungen. Gleichgewichtsverlagerungen helfen beim Aufbau und der Kräftigung bestimmter Muskulaturgruppen sowie einzelner Muskeln. Das Wahrnehmen bisher vernachlässigter Gliedmaßen wird durch die Gleichgewichtsverlagerung geschult. Dabei werden verschiedene Geräte, wie z.B. Wackelbrett oder Ballkissen einbezogen.



Die aktive Bewegungstherapie dient der Muskelkräftigung, dem Muskelaufbau, der Koordinationsförderung und der bewussten Bewegung aller Gliedmaßen. Bei der aktiven Bewegungstherapie läuft der Hund kontrolliert selbstständig. Es können verschiedene Geräte eingesetzt werden, wie z.B. das Unterwasserlaufband, Cavaletti oder die Rampe.

manuelle Therapie



Das Ziel der manuellen Therapie ist die Mobilisierung und Schmerzlinderung der betroffenen Gelenke. Durch das passive Durchbewegen wird die Anregung der Gelenkflüßigkeit (Synovia) gefördert, der Stoff-wechsel angeregt, die Gelenkkapsel sanft gedehnt und die Mobilisierung im Gelenk erfolgt. Meist ist eine Besserung des Befindens bereits nach der ersten Behandlung festzustellen. Auch hier gilt, dass zur dauerhaften Linderung der Beschwerden mehrere Therapiebehandlungen notwendig sind.



Indikationen

  • Arthrose
  • postoperativ

Lymphdrainage



Lymphödeme können nach Operationen, durch Verletzungen oder auch durch bakterielle Infektionen entstehen. Tierphysiotherapeuten führen in diesen Fällen, sofern keine Kontraindikation vorliegt, vom Tierarzt verschriebene Lymphdrainagen durch.

Die Lymphdrainage ist eine Technik, welche zum Abtransport von Flüssigkeit aus dem Gewebe über das Lymphsystem dient. Das Ziel der Lymphdrainage ist, die Schwellung und Neubildung von Ödemen zu verhindern.



Das linke Bild zeigt eine post Op Ödembildung am Tarsalgelenk. Das rechte Bild jenes nach ca. 45 Min. Lymphdrainage. Die Schwellung ist deutlich zurück gegangen und man kann die Struktur des Tarsalgelenkes wieder erkennen.


Akupunktur


In der TCM (traditionell chinesischen Medizin) wird der Körper eines Tieres aus anderen Blickwinkeln betrachtet. Das Tier ist gesund, wenn der Körper im Gleichgewicht ist. Um ein Ungleichgewicht, und damit eine Krankheit im weitesten Sinne, wieder ins Reine zu bringen, werden bei der Akupunktur bestimmte Hautareale über Nadeln stimuliert. Dies sorgt für einen ungehinderten Energiefluss im Körper, der daraufhin das Gleichgewicht wieder herstellt. 
Durch Akupunktur können auch Probleme behandelt werden, die nach unserer Vorstellung noch keine Krankheit darstellen. Grundsätzlich gilt jedoch: Akupunktur kann heilen, was gestört ist, sie kann aber nicht „reparieren“, was bereits zerstört ist.
Für Tiere, die empfindlich auf die Nadeln reagieren, bieten wir die Möglichkeit der Laserakupunktur.


Indikationen

  • Schmerzen
  • Allergien
  • trockene Haut, Juckreiz
  • chronische Atemwegserkrankungen 
  • Stoffwechselprobleme
  • Leistungsabfall, Müdigkeit
  • unklare Lahmheiten
  • und vieles mehr


Lasertherapie


Wie wirkt der Laser?

  • Schmerzlindernd
  • Entzündungshemmend
  • Durchblutungsfördernd
  • Stimulierend auf den zellulären Stoffwechsels und damit der Geweberegeneration
  • Aktivierend auf die Knorpel- und Knochenregeneration
  • Dämpfend auf Autoimmunreaktion
  • Muskelentspannend

 Indikationen

  • Wundheilungsstörungen (z.B. OP- Narben)
  • Entzündungen aller Art ( z.B. Arthritis)
  • Schmerzzuständen (z.B. bei Arthrose, HD, ED,.)
  • Neurologische Erkrankungen (z.B. Bandscheibenvorfall, Caudo Equina Syndrom,..)
  • Hauterkrankungen (z.B.  Ekzeme, Hotspot, Abzesse,..)